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Erinnern, verstehen und Haltung zeigen – unsere Schule beim Anne Frank Tag 2026
Im Juli 2026 hat unsere Schule am deutschlandweiten Anne Frank Tag teilgenommen. Der bundesweite Aktionstag erinnert an Anne Frank und setzt sich für eine aktive Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, Antisemitismus und Rassismus ein. Auch für unsere Schülerinnen und Schüler ist die Beschäftigung mit diesen Themen von großer Bedeutung: Erinnerungskultur hilft dabei, historische Zusammenhänge zu verstehen, Vorurteile zu hinterfragen und Verantwortung für ein respektvolles Miteinander in der Gegenwart zu übernehmen.
Der Soziologiekurs der Gy4G, betreut durch die Lehrkraft Beata Haveloh, beschäftigte sich im Rahmen des Anne Frank Tages intensiv mit der Biografie und dem Schicksal von Margot Frank, der älteren Schwester Anne Franks. Anlässlich ihres 100. Geburtstags setzten sich die Lernenden mithilfe der vom Anne Frank Zentrum zur Verfügung gestellten Materialien mit ihrem Leben und den Verfolgungsbedingungen während der NS-Zeit auseinander. Dabei wurde deutlich, dass hinter historischen Ereignissen immer auch individuelle Lebensgeschichten stehen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Antiziganismus. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich damit, wie Sinti und Roma während des Nationalsozialismus systematisch ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurden. Gleichzeitig richtete sich der Blick auf die Gegenwart: Wie äußert sich Antiziganismus heute? Welche Vorurteile bestehen weiterhin in unserer Gesellschaft? Und was können wir als Einzelne und als Gemeinschaft tun, um Diskriminierung entgegenzutreten?

Eine besondere Vertiefung ermöglichte ein umfangreicher Workshop mit Elvira Ajvazi, die sich für die DINA NRW (Dokumentations- und Informationsstelle für Antiziganismus/Antiromaismus in Nordrhein-Westfalen) engagiert. Die Schülerinnen und Schüler erhielten dabei fundierte Einblicke in den historischen Kontext und setzten sich mit Fakten und aktuellen Erscheinungsformen von Antiziganismus auseinander. Besonders wichtig war die Frage, wie Vorurteile entstehen und wie man ihnen im Alltag bewusst und aktiv entgegentreten kann.

Um die Auseinandersetzung nicht auf den Soziologiekurs zu beschränken, organisierte der Kurs außerdem eine Mitmachaktion für die gesamte Schulgemeinschaft. Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Klassen und Kursen erhielten die Möglichkeit, ihre persönlichen Eindrücke, Gedanken und Erkenntnisse zum Anne Frank Tag schriftlich festzuhalten. Auf diese Weise konnten sie sich aktiv mit den behandelten Themen auseinandersetzen und ihre Perspektiven mit anderen teilen.
Darüber hinaus erarbeitete der Soziologiekurs eine Plakatausstellung, die im Schulgebäude für alle Lernenden sichtbar präsentiert wurde. Die Ausstellung informierte über Margot Frank, die Verfolgung von Sinti und Roma während der NS-Zeit sowie über Antiziganismus in der Gegenwart.
Durch den Workshop, die Mitmachaktion und die Plakatausstellung wurde diese Verantwortung zu einem gemeinsamen Thema der Schulgemeinschaft.