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Arbeitstagung der Deutschen Gesellschaft für Präparationstechnik
Ein Schülererfahrungsbericht über die Teilnahme an der Arbeitstagung der DGP
Von Theo Peguero Severino aus der Oberstufe der Medizinischen Präparationstechnischen Assistenten
Die DGP-Tagung ist ein jährliches Treffen von Fachleuten, die im Bereich Präparation arbeiten – also Menschen, die biologische, geologische sowie medizinische Präparate herstellen, erhalten oder weiterentwickeln. Obwohl dieses Arbeitsfeld sehr spezialisiert ist, merkt man auf der Tagung sofort, wie vielfältig und lebendig die Community ist.
Schon zu Beginn wird deutlich, welchen Zweck diese Tagung erfüllt: Sie bietet Raum für fachlichen Austausch, praktische Weiterbildung und Vernetzung. Viele Teilnehmende bringen ihre eigenen Erfahrungen aus Laboren, Sammlungen, Museen oder medizinischen Einrichtungen mit, und genau dieser Mix macht die Atmosphäre so spannend. Ich persönlich war bereits auf drei verschiedenen fachlichen Tagungen und Fortbildungen und konnte unfassbar viele neue Dinge lernen und später auch anwenden. Zum Beispiel arbeiten eine Mitschülerin und ich aktuell an einem Experiment zum Thema Skelettpräparation, das uns auf der letzten Tagung vorgestellt wurde. Das Ergebnis: Es ist ein voller Erfolg, lässt sich einfach durchführen und vermittelt uns eine neue Technik für unser späteres Arbeitsleben.
Ein Höhepunkt der Fortbildung sind die Fachvorträge zu neuen Methoden der Präparation, konservierungstechnischen Verfahren und Sicherheitsstandards. Man erhält Einblicke in aktuelle Entwicklungen, die man im normalen Arbeitsalltag oft gar nicht mitbekommt. Es gab in Stuttgart 2025 einen Vortrag über UV-Fluoreszenz-Fotografie, und er hat die Sicht auf Fotografien im Beruf auf ein komplett neues Level gebracht. Kurz gesagt, ist dies eine Technik der Fotografie, bei der Objekte mit UV-Licht angestrahlt werden, damit ihre fluoreszierenden Bestandteile sichtbar werden und fotografisch festgehalten werden können. Die Ergebnisse sind wunderschön und sehr lehrreich.
Beeindruckend ist auch die Offenheit innerhalb der Gruppe. Man spricht nicht nur über Erfolge, sondern kann Fragen stellen, Probleme schildern und gemeinsame Lösungen diskutieren. Es entsteht ein echter Mehrwert, weil man nicht nur Theorie vermittelt bekommt, sondern praktische Anregungen erhält, die man direkt in der eigenen Einrichtung umsetzen kann. Dies macht die Erfahrung dieser Tagungen noch interessanter und lohnender.
Gleichzeitig haben die DGP-Arbeitstagungen auch einen starken sozialen Aspekt. Man kommt mit Menschen ins Gespräch, die ähnliche Herausforderungen haben oder Tipps weitergeben, wie man die Ausbildung bis zum Schluss für sich nutzen kann. Als Schüler*in hat man ebenfalls eine tolle Möglichkeit, sich über Praktika oder Jobmöglichkeiten zu erkundigen – und vor allem in einem Nischenberuf wie diesem hat dies mehr als nur Vorteile. Ich finde außerdem, dass es die Klassengemeinschaft stärkt und man sich auch außerhalb des schulischen Alltags kennenlernen kann. Diese Vernetzung ist unglaublich wertvoll, denn oft entstehen daraus neue Ideen, Kooperationen, Freundschaften oder einfach das beruhigende Gefühl, mit seinen Problemen nicht allein zu sein.
Rückblickend kann ich sagen, dass die Teilnahme an den DGP-Arbeitstagungen für mich fachlich wie persönlich sehr hilfreich war. Ich bin mit neuem Wissen, frischen Impulsen und motivierenden Gesprächen nach Hause gefahren. Es lohnt sich auf jeden Fall, dabei zu sein – egal ob man Input sucht, sich austauschen möchte oder einfach über den eigenen Tellerrand hinausschauen will.

